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Inhaltstiefe
MetricSpot leitet aus dem Title die Intention deiner Seite ab (Guide, Tutorial, Vergleich usw.) und prüft die Wortzahl gegen die übliche Tiefe für diese Intention.
Was diese Prüfung macht
Untersucht den Seitentitel auf Intentions-Marker („wie”, „beste”, „vs”, „Guide”, „Review” etc.) und vergleicht deine tatsächliche Wortzahl mit dem, was für diese Intention typisch ist. Ein 400-Wörter-„Komplett-Guide zu X” wirkt dünn; ein 4.000-Wörter-„Wie spät ist es” wirkt aufgebläht.
Warum es wichtig ist
Wortzahl an sich ist keine SEO-Tugend — das sagt Google seit Jahren. Aber Wortzahl relativ zur Intention ist ein starkes Signal:
- Ein How-to-Guide mit 600 Wörtern lässt Schritte, Voraussetzungen oder Troubleshooting aus.
- Ein Vergleich mit 400 Wörtern kann nicht sinnvoll vergleichen.
- Eine Definition mit 3.000 Wörtern ist überfrachtet für die Suchanfrage.
Googles Helpful Content Update (2022, seitdem verfeinert) zielt explizit auf dieses Missverhältnis — Seiten, die auf eine Wortzahl aufgeblasen sind, ohne entsprechende Tiefe zu liefern, werden abgewertet. Seiten mit passender Tiefe für die Intention werden belohnt.
KI-Crawler haben dasselbe Problem aus der anderen Richtung: Dünne Inhalte werden wegzusammengefasst; tiefe Inhalte werden zitiert.
Wie du es behebst
1. Identifiziere deine Intention. Welche Suchanfrage beantwortet diese Seite? „Wie mache ich X”, „X vs. Y”, „Was ist X”, „Beste X für Y” — diese haben unterschiedliche Tiefe-Normen.
| Intention | Typische Tiefe |
|---|---|
| Schnell-Definition | 200–500 Wörter |
| Listicle („Top 10 X”) | 1.000–2.500 |
| Vergleich | 1.500–3.000 |
| How-to-Guide | 1.500–4.000 |
| Pillar- / Komplett-Guide | 3.000–8.000 |
2. Auditiere gegen Konkurrenten. Such deine Ziel-Suchanfrage im Inkognito-Modus. Öffne die Top-5-Ergebnisse. Mittele deren Wortzahlen (mit Browser-Erweiterungen wie Word Counter Plus oder einfach mit Einfügen bei wordcounter.net). Triff ±30 % dieses Durchschnitts.
3. Erweitere durch Tiefe, nicht durch Füllmaterial.
- Ergänze konkrete Beispiele (echte Zahlen, Screenshots, Code).
- Ergänze Edge-Cases („Was bei Legacy-URLs?”, „Was bei Shared Hosting?”).
- Ergänze eine Vergleichstabelle.
- Ergänze einen FAQ-Abschnitt mit verwandten Fragen (speist auch das FAQ-Schema).
4. Schneide Füllmaterial weg. „In der heutigen schnelllebigen digitalen Welt” ist ein 7-Wort-Warnzeichen. Sätze, die nichts sagen, werden vom Helpful-Content-Klassifizierer abgewertet und von KI-Agenten übersprungen.
Häufig gestellte Fragen
Hat Google eine Mindest-Wortzahl?
Nein. Google hat ausdrücklich gesagt, es gebe kein Minimum. Aber Googles Quality Rater nutzen Tiefe und Vollständigkeit als Proxies für E-E-A-T — und kurze Inhalte zeigen selten beides.
Soll ich ein Inhaltsverzeichnis hinzufügen?
Bei allem über 1.500 Wörter ja. Inhaltsverzeichnisse helfen Nutzern beim Scannen, füttern Jump-Link-Rich-Results bei Google und strukturieren deine H2s — was wiederum verbessert, wie KI-Agenten Abschnitte extrahieren.
Meine Nische hat kurze Antworten. Werde ich abgestraft?
Nein — wenn die Intention kurz ist, ist die passende Tiefe kurz. Eine Seite über „Was bedeutet HTTP 200” braucht keine 3.000 Wörter. Der Intentions-Detektor von MetricSpot flaggt eine 400-Wörter-Definitionsseite nicht; er flaggt einen 400-Wörter-„Komplett-Guide”.
Quellen
Zuletzt aktualisiert 2026-05-11